Christopher Zanella fährt in der

World Series by Renault

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World Series by Renault
I.S.R. Racing

2008 Formel Renault Swiss Champion 2009 Formel 3 Euro Series Platz 3 Rookie Wertung 2011 Formel 2 Runner - up 2012 Formel 2 Platz 3

News

19./20. Oktober 2013

World Series by Renault 3.5
Le Castellet/F

Rennen 16 und 17

Lauf 1: Out
Lauf 2: 11

Things only can be better

Feine Top Ten-Resultate lagen in Barcelona bei der neunten und letzten Saisonveranstaltung der WSR by Renault 3.5 für Christopher Zanella in Reichweite, indes es kam wieder einmal anders.

Für Rennen 1 hatte sich Zanella auf Platz 16 qualfiziert, nachdem ein langsamer Fahrer ihm in der „Rush Hour“ für die Bestimmung der Startaufstellung eine noch schnellere Zeit vereitelt hatte. Vom Startunfalltohuwabohu im Geschlängel nach Kurve 1 konnte Zanella proftieren und kam bereits auf Platz elf aus Umlauf 1 heraus. Mit dem Mikhail Aleshin lieferte sich Zanella über das Rennen hinweg einen feine Auseinandersetzung um Platz neun, als gerade vier Runden vor der in Lauerstellung hinter dem Duo fahrende Nicolai Martesko sich sich in der Anfahrt zur Schikane überoptimistisch hineinbremste, sich drehte und dabei den chancenlosen Zanella traf und diesen in einem fulminanten Abflug von der Piste bugsierte. „Es lagen endlich mal wieder Punkte drin, so darf ich mit dem eigentlichen Rennen fast zufrieden sein. Beim Verbremser von Nicolai Matsenko hatte ich keine Chance den Unfall zu vermeiden“, seufzte Zanella nach dem enttäuschenden Rennausgang.

Auch das Saisonfinalrennen bekam letztlich einen bitteren Beigeschmack. Zanella war es gelungen in der Qualifikation den tollen sechsten Startplatz herauszufahren. Die tolle Ausgangsposition für einen versöhnlichen Saisonabschluss ging Zanella allerdings durch seinen mittelprächtigen Start verloren. Ein zäher Boxenstopp, weil das Getriebe auf neutral sprang, kostete dem Neuhauser weitere wertvolle Zeit. Danach hatte er zudem mit kräftigem Untersteuern an seinem Dallara zu kämpfen, weshalb er letztlich an den Punkterängen mit Position 11 vorbeischrammte. „Das gute Qualifyingergebnis bereitete jetzt zum Saisonschluss eine gewisse Genugtuung. Obwohl ich ganz gut startete verlor ich leider gleich zu Beginn zwei Plätze. Mit den Problemen beim Boxenstopp und mit dem aufkommenden Übersteuern hernach, war P11 das beste was heute zu machen war“, kommentierte Zanella das Finalrennen auf den Punkt gebracht.

mg.

28./29. September 2013

World Series by Renault 3.5
Le Castellet/F

Läufe 14 und 15

Rennen 1: Out
Rennen 2: P19

Einfach Pech

Ein ziemlich missglücktes Wochenende erlebte Christopher Zanella bei der achten Runde der World Series by Renault auf dem südfranzösisch Paul Ricard High Tech Test Track unweit des Dörfchens Le Castellet in der Region zwischen Marseille und Toulon gelgen. In der Qualifikation fuhr Zanella auf Platz 16, nachdem er etwas im Verkehr eingebremst worden war, als die Reifen gerade den besten Grip geboten hatten. Dem Neuhauser gelang aus der achten Startreihe heraus ein guter Start und sortierte sich nach der ersten Runde schon auf Platz 12 ein, als im nächsten Umlauf das Getriebe streikte und er sein Rennen beenden musste. „Eigentlich war ich für das Rennen recht zuversichtlich gewesen, denn meine Qualifikationszeit lag weit unter Wert. Leider lies das malade Getriebe dann kein angestrebtes Ergebnis in den Top Ten zu“, seufzte der Blondschopf.

Für das zweite Rennen qualifizierte sich Zanella auf Position 19. In Sektor 3 war der 22-jährige auf seiner „Chaosrunde“ im Verkehr stecken geblieben. Ein wenig optimaler Start kostete Zanella zu Rennbeginn einige Position. Dank seiner gewählten “Low-Down-Force”-Abstimmung profitierte er auf der ultralangen Mistralgeraden von einer sehr hohen Endgeschwindigkeit und konnte daher einige Rivalen wieder ein- und überholen, indes war die Aufholjagd auf dem 19. Rang beendet.

„Das Highspeed-set up war zwar auf der Misteral eine großer Vorteil. Allerdings hatte ich dafür in den Kurvengeschlängeln keine Chance an der Konkurrenz dran zu bleiben und muss mich nun mit einem unbefriedigenden Resultat hier abfinden“, kommentierte Zanella trocken Heat 2.

mg.

22./23. Juni 2013

World Series by Renault 3.5
Hungaroring/Ungarn

Läufe 12 und 13

Rennen 1: Out
Rennen 2: Rennen 2: 19

Schwieriges Rennwochenende für Christopher Zanella in der World Series by Renault in Ungarn. Im vom Regen durchtränkten ersten Lauf konnte der I.S.R-Pilot von seiner 14. Position in der Startaufstellung sukzessive im Rennen bis in die Schlußphase bis auf die fünfte Position vorarbeiten. Eine besseres Qualfikationsresultat hatten die rote Flagge vderhindert. Dann war das Rennen indes nach einem Dreher in der Schikane vorzeitig beendet.

“Das war wirklich schade, denn ich konnte einen guten Rennrhytmus finden. Es gelang mir relativ leicht viele Rivalen zu überholen. Nach einem ersten Dreher konnte ich schnell wieder Tempo aufnehmen. Allerdings unter solchen extremen Wetterbedingungen ist es schon schwierg am absoluten Limit zu fahren und das Auto unter Kontrolle zu haben. Ein Dreher kann ganz schnell passieren. Ich bin schon enttäuscht, aber wenigstens war ich heute schnell unterwegs”, kommentierte Zanella den ersten Lauf.

In das zweite Rennen startete Zanella als 15. hinein. Nach einem schwierigen Start war der Neuhauser im Mittelfeld in packende Zweikämpfe verwickelt, musste sich dann indes mit Platz 19 begnügen. Den nur bedingt vergnüglichen Nachmittag beschrieb Zanella nüchtern. “Am Start hatte ich schon ein Problem mit meiner Kupplung, so dass ich schon von dort an wusste, dass es ein schwieriges Rennen werden würde. Auf dem Hungaoing ist es schwierig zu überholen. Leider hat auch der Pflichtboxenstopp nicht optimal geklappt, so dass auch deshalb kein zufriedenstellendes Resultat mehr möglich war. Schade, aber das gehört zum Motorsport manchmal halt leider dazu. Jetzt heißt ganz schnell das Wochenende abhaken und nach vorne schauen. Ich freue mich schon jetzt auf die nächsten Rennen in Paul Ricard”.

mg.

22./23. Juni 2013

From Russia with "no" Love
World Series by Renault 3.5

Moskau Rennen 6 und 7

Rennen 1: Q 17, RDF
Rennen 2: Q8, R P23

From Russia with "no" Love

Schwieriges Rennwochenende für das I.S.R-Team und Christopher Zanella auf dem Moscow Raceway. In beiden Läufen konnten keine Punkteresultate erzielt werden.

Der Moscow Raceway stellte für Zanella absolutes Neuland dar. „Ich war dort bisher keinen einzigen Kilometer gefahren, so war ich im Freien Training darauf fokusiert die Strecke zu lernen. Eigentlich gibt es nur zwei knifflige Ecken: Turn 1 und 9.“ Für Zanella stellte der Kurs eine mit einem simplen Layout abgesteckte Strecke dar, die es indes schwierig macht fahrerisch von den Zeiten her der Konkurrenz zu enteilen. Hauptherausforderung: Auf einer schnellen Runde unterwegs läuft man fast mit Ansage auf ein langsameres Auto auf oder muss wegen gelber Flaggen das Tempo verlangsamen.

“Im Qualifying für Rennen 1 hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl. Mein erster Versuch war ganz gut, dann als ich den zweiten Satz Reifen aufgezogen hatte, machte ich einen Fehler und fuhr mir einen Bremsplatten ein“, berichtete Zanella zum ersten Lauf. Es gelang ihm ein guter Start ins Rennen. Allerdings stellte sich heraus, dass die Innenlinie die falsche Seite darstellte um wirklich Positionen gut zu machen. Zunächst lief dann das Rennen ganz ordentlich, jedoch blieb der Neuhauser im Mittelfeld stecken. Am Ende des Rennens kam es dann zu einem unglücklichen Dreher. „Schade: Eigentlich hatte das Auto Potential um nach dem verpatzten Training mit einem Top Ten-Ergebnis wenigstens noch etwas Schadensbegrenzung zu betreiben“.

Für Rennen 2 hatte sich Zanella offen-bar endlich richtig “eingeschossen”. Nominell gelang ihm die achtschnellste Trainingszeit. Möglicherweise wäre so-gar ein Startplatz in der ersten Reihe gelungen. So suggerierten zumindest die Sektorenzwischenzeiten, bevor ein gestrandetes Auto und die gezeigte rote Flagge dies vereitelte.

Gegenüber dem Vortag lag das Auto wesentlich besser und ein feines Achtungsergebnis schien in Heat 2 schon in Sichtweite, als eine Penalty nach dem Boxenstopp das Rennen ruinierte.

mg.

1./2. Juni 2013

Automobilsport Christopher Zanella
World Series by Renault 3.5

Läufe 4 und 5
Spa-Francorchamps/B

Knapp an den Punkterängen vorbei

Beim vierten und fünften Lauf der World Series by Renault 3.5 auf der Ardennenachterbahn von Spa-Francorchamps verpasste Christopher Zanella knapp die Punkteränge. Der belgische Grand Prix-Kurs zählt zu den Lieblingsstrecken von Zanella, indes lief es nicht so gewollt. Die Qualfikation für Rennen 1 hatte wegen dichtem Nebels auf 20 Minuten gekürzt werden müssen, nachdem sie bereits um zwei Stunden verschoben worden war. Zanella konnte sich nur für einen etwas enttäuschenden Startplatz 15 platzieren, nachdem ihn Vibrationen eingebremst hatten, die erst mit dem Auffassen einer neuen Fahrzeugnase gelöst werden konnten. Indes zu schnell war die Zeit verflogen um noch eine Zeitenverbesserung zu realisieren.

In Heat 1 konnte Zanella ein gute Startphase hinlegen und fuhr mit guten Rundenzeiten bis auf Platz zwölf vor. Im Zweikampf gab es eine Berrühung mit einem Konkurrenten in der Busstopschikane, die den Frontspoiler beschädigte. Als Konsequenz daraus litt der ehemalige Schweizer LO-Formel Renault-Meister an immer grösser werdenden Untersteuern. Trotzdem gelang es ihm weiterhin ein gutes Tempo zu gehen und noch einen Fahrer zu überholen. Er verpasste schließlich um gerade 0,7 Sekunden einen wertvollen Meisterschaftspunkt.

In Rennen zwei sah Zanella auf Position 13 die Zielflagge. Für das Rennen hatte er sich als 14. qualifiziert. Unglücklicherweise starb beim Start der Motor ab, so dass er als 22. aus der Boxengasse heraus starten musste. Ein Unfall im berüchtigten Streckenabschnitt Eau rouge, in welchen vier Autos verwickelt waren, machte den Einsatz des Safteycars notwendig, was Zanella ermöglichte, sich wieder an das Feld heranzufahren. Positionsgewinne waren indes seinem couragierten Fahrt und seinem Speed zu verdanken. Dass von ihm vorgelegte hohe Tempo erlaubte ihm schließlich auf Platz 15 vorzustoßen. Eine weitere Kollision zweier Konkurrenten brachten schließlich noch die 13. Position am Ende ein.

“Ich muss mich für den verhauenen Start entschuldigen, das war komplett mein Fehler“, gab Zanella nach dem Rennen frank und frei zu. „Ich wollte keine durchdrehenden Räder und war wohl etwas zu vorsichtig mit dem Gaspedal. Gleich nach Rennbeginn habe ich dann durch die Safetycarphase profitiert. Danach bereitete mir das Rennen sehr viel Spaß, das Tempo war gut und ich konnte auch von Fehlern anderer Piloten profitierten. Indes: Das Wochenende hätte eigentlich viel besser verlaufen müssen“.

mg.

26. Mai 2013

Automobilsport Christopher Zanella
World Series by Renault 3.5

Rennen 3
Monte Carlo

Schwieriges Rennwochende in Monaco

Nach einem guten Einstand in Monza und Aragon war für Christopher Zanella beim World Series by Renault Rennen im Fürstentum von Monaco „Charkterbuilding“ mit einem Ausfall angesagt.

Im Rahmen des prestigeträchtigen Grand Prix-Rennens im Zwergenstaat wurde für einmal nur ein Meisterschaftslauf der World Series by Renault 3.5 ausgefahren. Für Zanella bedeutete der enge 3,34 Kilometer lange Straßenkurs hoch zum Casino und dem Hafen entlang absolutes Neuland. Trotzdem gelang im freien Training dem Rookie den 14. Rang herauszufahren. In der Qualifkation lies er sich schließlich die Zeit für die 18. Startposition notieren. Das 26 Wagen starke Feld war für die Qualy in zwei Gruppen aufgeteilt worden, um den engen „Rush-Hour“-Verkehr zu entflechten. Lange Zeit hielt Zanella in seiner Gruppe die drittschnellste Zeit. Indes, die Strecke baute immer mehr Grip auf, so dass in den Schlussminuten der Session die Zeiten sukzessive verbessert wurden. Mit seinem zweiten Satz Reifen war er im Sektor zwei über eine halbe Sekunde schneller als auf seiner Bestzeit unterwegs, als im Bereich des Schwimmbads ein langsamer Fahrer ihn einbremste und somit Platz neun in seiner Gruppe zementiert war. Zuvor war schon in der Hafenschikane „Slow motion“ ob eines Konkurrenten angesagt gewesen.

Dem Blondschopf gelang ein guter Start. Er kam ohne Blessuren durch das übliche Startkurven-Tohuwabu in St. Devote und konnte hernach Druck auf die vor ihm liegenden Fahrer aufbauen. Indes: Monaco stellte sich als ziemlich trickreiches Terrain dar. Nach einigen Runden tuschierte Zanella ausgangs des Tunnels mit der Seite leicht die Streckenbegrenzung. Nach der Vollgaspassage beim Anbremsen hinunter zur Hafenpassage hatte eine Bodenwelle Zanella ausgehebelt. Mit einem defekten linken Hinterreifen und kleineren Beschädigungen am gelang es ihm an die Boxen zurück zufahren. Nach Reifenwechsel und kleiner Reparatur nahm Zanella das Rennen wieder auf. Allerdings lag der leicht krumme Wagen nicht mehr in der Balance und Zanella war nach einem Dreher in der Rascasse-Haarnadel gezwungen, das Rennen schließlich aufzugeben.

„Natürlich bin ich enttäuscht“, kommentierte Zanella das Rennen. „Nach dem unglücklichen Ausgang mit dem Verkehr waren indes meine Erwartungen schon nicht mehr allzu hoch gewesen. Wegen der Bodenwelle hat es mich beim Anbremsen der Hafenschikane versetzt und es kam zu einem leichten Einschlag in die Wand. Es gelangen dann nach dem Boxenstopp immer bessere Rundenzeiten, der Speed war definitiv da. Eigentlich war das ganze Wochenende schon gelaufen, als der Verkehr im Qualifiying eine besseren Platz in der Startaufstellung vereitelt hatte“.

mg.

27./28. April 2013

Automobilsport Christopher Zanella
World Series by Renault 3.5

Rennen 3 und 4
Motorland/Ciudad del Motor de Aragón, Alcaniz/E

Lauf 1: Platz 7
Lauf 2: Out

Racing in the Rain

Nach dem sensationellen WSR 3.5-Einstand von Monza ahnte Christopher Zanella im Vorfeld bereits, dass es nicht ganz so einfach sein würde die tollen Ergebnisse mit einem Podestplatz jetzt auch im spanischen Alcaniz zu wiederholen. Indes der 23-jährige Blondschopf bestätigte auf der für ihn neuen Strecke im Klassefeld der F1-Hoffnungen wiederum seine Konkurrenzfähigkeit mit ganz schnellen Zeiten und einem siebten Platz.

Ausgefahren wurde der zweite Doppellauf auf der Strecke von Alacniz in Aragonien (Hauptstadt Saragossa), welches im Nordenosten Spaniens mit den Pyrenäen an Frankreich und nach Osten hin an Katalonien angrenzt. Entgegen aller Erwartungen zeigte sich das spanische Wetter über den größten Teil des Wochenendes als ziemlich schlecht. Schon ein am Donnerstag angesetzter dreistündiger Testtag und die erste freie Trainingssession am Freitag wurden im großen Regen abgehalten. Am Samstag mit Rennen 1 konnte unter trockenen Bedingungen gefahren werden, hingegen wurde der Lauf am Sonntag wurde unter biblischen Sintflutverhältnissen abgehalten.

Für Zanella stellte die 5,344 Kilometer lange Strecke absolutes Neuland dar. Die Testfahrten waren deshalb ziemlich hilfreich, zudem das nach dem späten und kurzen Vortest in Barcelona sowie dem Saisonaufgalopp in Monza für ihn erst der dritte Einsatz im 530-PS-Monoposto des ISR-Teams darstellte. Das Autodromo nazionali di Monza stellte von erfolgreichen Rennen in der kleinen Formel Renault 2.0 sowie in der Formel 3 fast eine Art „Wohnzimmer“ für Zanella dar, so dass die dortigen feinen Leistungen auch der guten Streckenkenntnis geschuldet waren. Jetzt musste der gute Eindruck indes auf völlig unbekanntem Terrain bestätigt werden.

Im Gegensatz zur Highspeedstrecke von Monza wurde für das Kurvengeschlängel von Alcaniz diametral entgegen gesetzt auf ein maximales Downforce-Set up hin getrimmt. „Eigentlich haben wir hier mit dem Austüfteln der Abstimmung ganz von vorne beginnen müssen. Es hat schon eine gewisse Zeit gebraucht bis ich mich an die engen Biegungen hier gewöhnt habe“, gestand Zanella ein, der sich im 26 Fahrer starken Feld in den beiden freien Session die Zeiten für Platz neun und zwölf notieren lies.

Dann im Qualifying für Rennen ein Paukenschlag: Zanella fuhr nonchalant die drittschnellste Zeit. Aus der zweiten Startreihe heraus gelang ihm im 22 Rundenrennen ein guter Start und okkupierte die P3. Diese Frontposition hatte bis Runde 9 inne, als er in Turn 8 im Rennpulverdampf etwas „entgleiste“ und einen weiten Bogen abseits der Ideallinie zog. Dabei verlor er seinen Speed und obendrein einige Platzierungen. Auf Platz sieben wieder einsortiert konnte er diesen Rang bis zur Schachbrettflagge inne halten und wertvolle Punkte sichern.

Nach dem Rennen brummelte Zanella: „Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, denn das Potential hätte ein viel besseres Ergebnis zugelassen. Ich war nach dem Start am Spitzentrio dran und konnte locker das Tempo mitgehen. Dann ist mir der Fehler in Kurve 8 passiert. Ich konnte dann schnell meinen Rennrhythmus wieder finden und den siebten Platz sichern, der ja immer noch ein gutes Resultat darstellt. Heute habe ich viel gelernt.“

Permanentregen und Temperatur gerade über dem Gefrierpunkt stellten die äußeren schwierigen Bedingungen am Rennsonntag dar, indes waren die Teams und WSR-Organisatoren noch mit ganz anderen Problemen konfrontiert. Unabhängig von einander traten im Feld an den Fahrezugen einiger Fahrern völlig unerwartet Motorenprobleme auf. Die WSR-Organisation beschloss deshalb das Qualfiying auf gerade 15 Minuten und das Rennen statt 44 Minuten plus eine Runde neu auf 29 Minuten plus eine 1 Runde zu reduzieren.

Die verkürzte Qualifikation wurde wegen einiger Zwischenfälle im Dauerregen immer wieder durch rote Flaggen unterbrochen. In der Schlussphase schien Zanella seinen weißen Dallara mit der Nummer 8 auf Pole Position zu steuern. In den Sektoren 1 und 2 wurden Bestzeiten an den Monitoren aufgezeigt, als plötzlich wieder das rote Tuch geschwenkt werden musste. Somit war Zanella auf Startplatz zwölf fürs Rennen zementiert.

Heat 2 wurde hinter dem Safteycar gestartet. Aquaplaninggefahr über den gesamten Kurs hinweg mit vielen riesigen Pfützen und schlechte Sichtbedingungen machten das Rennen zu einer sehr gefährlichen Angelegenheit. Viele Beobachter waren sich sicher: Die Formel 1 wäre bei diesen prekären Verhältnissen nicht gestartet. Zanella konnte in der Anfangsphase Plätze gut machen, musste dann nach aber nach mehreren gefährlichen Drehern schließlich mit einem Schaltdefekt das Rennen beenden. „Es waren heute einfach unmögliche Verhältnisse draußen“, wertete Zanella. “Das Auto hat die ganze Zeit hinweg immer wieder aufgesetzt und ist aufgeschwommen. Es lief zwar anfangs ganz gut für mich, aber das Auto war für solche Bedingungen absolut nicht geeignet. Auf der langen Geraden ist das Auto im sechsten Gang mit “Snap Oversteer“ immer wieder plötzlich abgebogen“.

In der Meisterschaftszwischenwertung wird Zanella nach vier von 17 Rennen mit 25 Punkten an siebter Stelle aufgeführt.

Am 25. Mai wir das nächste WSR by Renault 3.5-Rennen im Rahmen des F1-Grand Prix von Monaco ausgefahren.

mg.

5.-7. April 2013

Veni, vedi…. und schon auf`s Podium!

Rookie Christopher Zanella mit Traumstart in Monza: Beim World Series by Renault-3.5-Saisonauftakt mit souverän herausgefahrener Position 3 sensationell aufs Podest

Autodromo: Nazionali di Monza/Italien Läufe 1 und 2

Veni, vedi und irgendwie auch ziemlich vici! Die dem römischen Staatsmanns und Feldherrn Caesar zugeschriebene Aussage münzte beim Saisonauftakt der World Series by Renault 3.5 Christopher Zanella im italienischen Monza nonchalant fast auf sich um. Mit einem in den Tagen vor dem Rennen nie erwarteten Podiumsplatz überraschte Zanella beim Renndebut sich selbst und viele Kenner der PS-Szene. Nach Platz 3 im Samstagrennen konnte der 23-jährige Polytechniker im vom tschechischen ISR-Team eingesetzten Monoposto zudem mit einem feinen achten Platz in Heat 2 weitere wichtige Meisterschafspunkte einfahren.

Das Autodromo Nazionali di Monza stellte für Zanella schon immer ein gutes Terrain dar. Beim Finale der Schweizer Formel Renault Meisterschaft im Jahr 2008 sicherte er sich im Finale Furiose den wichtigen Meistertitel, in der Saison 2010 punktete er im stark besetzten Italienischen F3-Championat ganz vorne und auch in der FIA-F2-Serie triumphierte er schon überlegen im königlichen Park. Indes gleich beim Ersteinsatz in der World Series by Renault 3.5 aufs Podium zu fahren, hatte Zanella sich nicht in den kühnsten Träumen zu erhoffen gewagt.

„Ich bin sehr zufrieden und glücklich gleich beim Debut in dieser starken Serie auf das Siegerpodest steigen zu dürfen. Das ist eine riesiger Erfolg“, kommentierte den unerwarteten tollen Rennausgang nach eher außen eher ruhig bescheiden, indes aber mit einer ganz großen inneren Genugtuung.

Der lang gewachsene Blondschopf hatte sich vor vier Wochen schon fast innerlich von den Monoposto-Rennwagen verabschiedet und seinen weiteren Karriereverlauf bei den GT3-Traumsportwagen gesehen. Entscheidungsträger des prosperierenden Gran Tourisme-Sports hätten Zanella gerne in ihre Cockpits verpflichtet. Bei ersten Testfahrten hatte Zanella die Zeiten von routinierten Spitzenpiloten schnell erreicht und ein Abkommen für die schnellen „Hüsliautos“ schien sich abzuzeichnen, als sich die Ereignisse plötzlich überschlugen. Nach einem überraschenden Angebot für das neue Russia Time-GP2-Team zu testen, ergab sich dann wenige Tage darauf einen Kontakt zur tschechischen WSR by Renault-Mannschaft von ISR. Nach einem Test in Barcelona zeigte sich ISR-Teamchef Igor Salaquarda von Zanella sehr beeindruckt, als er unter schwierigen Witterungsbedingungen beim Gemeinschaftstest aller 13 eingeschriebenen Mannschaften einen soliden Mittelfeldplatz herausfuhr.

Schnell wurden sich Salaquarda und Zanella über ein gemeinsames Engagement für die WSR 3.5-Meisterschaft in der diesjährigen Saison einig. Zanella taugt es, mit ISR hat einen Platz in einer etablierten Spitzenmannschaft gefunden zu haben. In den beiden Vorjahren waren Daniel Riccardo (mittlerweile F1-Toro Rosso-Stammpilot) sowie Sam Bird (Mercedes GP-Testfahrer) jeweils mit ISR auf Platz drei in der Meisterschaft gefahren. In seinen wichtigen Youngsterjahren der F3 war Zanella in der Euroseries sowie Italienischen Meisterschaft jeweils für Newcomer-Teams gefahren, die selbst eine Lehrzeit zu absolvieren hatten. Jetzt besitzt er erstmal seit der erfolgreichen Zeit mit Jenzer-Motorsport in der Formel Renault 2.0 ein potentielles Siegerauto.

Obwohl es gute Kontakte in die bei den meisten Rennen zur F1-Weltmeisterschaft integrierte GP2-Series gab, freut sich Zanella jetzt über das Engagement bei den großen Renault-Einbäumen. Die WSR 3.5 wird von den F1-Teamchefs in ihrer Wertigkeit offenbar mindestens genau so hoch eingestuft wie die GP2-Series. Die Mannschaft von Arden ist etwa an das F1-Weltmeisterteam von Red Bull angedockt. McLaren-Testfahrer sind in der WSR 3.5 am Start und profitieren gleichfalls von F1-Know How.

Ein GP2-Rennwagen verfügt zwar über rund 650 PS, etwa 120 mehr als das WSR 3.5-Auto. Indes ist der WSR ob breiterer Reifen und Spur wegen der schnelleren Kurvengeschwindigkeiten mit besseren Zeiten unterwegs“, vergleicht Zanella. Bei den Tests in Barcelona durchpfeilen die WSR 3.5-Monoposti in manchen Kurven schneller als aktuelle F1-Rennwagen. Zanella wurde bei den Versuchsfahrten zudem schmerzhaft bewusst: „Ich muss ab sofort ein intensives Trainingsprogramm absolvieren um meine Hals- und Nackenmuskulatur für die G-Kräfte in den schnellen Biegungen zu stärken“.

Während am Wochenende am heimatlichen Rheinfall erst die letzten Schneeflecken davon schmolzen, waren in der Lombardei viele herrlich blühende Bäume auszumachen. Indes über das gesamte Wochenende hinweg, war es vor den Toren Mailands relativ kalt und dann regnete es vor allem in den Vormittagsstunden.

Zur Verblüffung fuhr Zanella bereits am Donnerstag im kollektiven Test die drittschnellste Zeit heraus. Das Qualifying am Samstagmorgen wurde auf zunächst stark nasser Strecke gefahren, die dann langsam sukzessive auftrocknete. Nach Mitte der Session wagten einige Piloten den Wechsel auf Slickreifen, indes es blieb soviel Feuchtigkeit auf der Piste, dass ohne Reifenprofil keine Zeiten verbessert werden konnten. Zanella wechselte keine Reifen und lag zwischenzeitlich sogar längere Zeit auf Pole Position. Am Ende hatte er sich für den sensationellen dritten Startplatz für Rennen 1 qualifiziert. Die Überraschung im Fahrerlager ob seiner schnellen Zeiten waren groß, denn Zanella hatte nur in Barcelona an einem Test teilgenommen. Die Konkurrenz hatte bereits auch auf dem Circuit Paul Ricard (F) und Motorland Aargon (E) mehrtägigen Tests absolviert.

Zanella, der bei seinem Barcelona-Test keine intensiven Startversuche proben konnte, schien im auf 44 Minuten plus zwei Runden angesetzten Rennen zunächst gut wegzukommen. Die Hinterräder bauten allerdings dann viel Schlupf auf, so dass Zanella beim Beschleunigen zurückgereicht wurde. Aus dem Tohuwabohu der Startschikanen konnte er sich heraushalten und kam aus der ersten Runde schon als Vierter zurück, lag dann kurze Zeit später auf Rang fünf und schob sich in Runde sieben auf Position drei. In Umlauf neun wurde er von Kevin Magnussen überholt. In der Anfangsphase war schon Titelmitfavorit Felix da Costa an Zanella vorgezogen. Magnussen und da Costa hatten eine längere Übersetzung gewählt, so dass Zanella trotz seines Top Speeds von 309 Kilometer pro Stunde die beiden kampflos ziehen lassen musste. Da Costa schied nach Halbzeit mit Reifenschaden aus, weshalb Zanella wieder eine Position aufrückte und das Schachbretttuch auf der zuvor für unmöglich gehaltenen dritten Position gezeigt bekam. „Leichtes Übersteuern hat mich etwas eingebremst, deshalb habe ich es nicht mehr riskiert eine Attacke auf Magnussen zu starten, nach dem ich dessen Vorsprung fast zugefahren hatte. Ich wollte nicht zu viel riskieren und dabei das gute Resulat gefährden“, bekannte Zanella nach dem Rennen, dass Stoffel Vandoorne souverän gewinnen konnte.

Im am Sonntag auf die gleiche Distanz angesetzten zweiten Lauf erkämpfte sich Zanella mit Platz acht ein gleichfalls tolles Resultat in den Punkten. Im der wiederum verregneten Qualifikationen hatte seine Bestzeit nur für einen Startplatz in der neunten Startreihe gereicht. Die Reifen des weißen Rennwagens mit der Nummer 8 generierten offenbar nicht genügend Grip, so dass Zanella gerade auf Rang 19 fuhr - eigentlich ein enttäuschendes und unerwartetes Ergebnis wenn man das Vortagsresultat heranzieht. Offenbar besitzen in der WSR nicht die Reifensätze unterschiedliche Qualitäten - ein Fakt, der bereits im Vorjahr bei verschiedenen Teams ausgemacht worden war. Der Neuhauser lies sich durch die verhauene Qualikation nicht aus der Fassung bringen und zeigte sich für das Rennen wiederum in ziemlich angriffslustiger Laune. Schon in der ersten Runde macht er bei jetzt trockenen Witterungsbedingungen acht Positonen gut, als es ihm gelang gut zu starten und sich dabei aus dem Kuddelmuddel der ersten Schikanen herauszuhalten. Während des Rennverlaufs konnte er sich in der Frühphase bereits in die Top Ten hineinfahren und profitierte in den Schlussrunden vom Malheur von zwei Konkurrenten und platzierte sich schließlich auf Platz acht. Ob der niedrigen Temperaturen waren es für vielen Fahrer und Techniker schwierig gewesen die optimalen Luftdrücke für die Reifen zu finden.

Nach dem Rennen gestand Zanella ein nach der suboptimal gelaufenen Qualikation ein etwas riskantes Set-up für das Rennen gewählt zu haben: „Wir mussten etwas anderes machen um halbwegs noch nach vorne zu kommen. Deshalb habe ich mich für eine sehr geringe Downforce-Einstellung entschieden. Eine Konsequenz daraus zeigte sich auf, als nach zunächst gutem Rennbeginnn das Auto immer schwerer unter Kontrolle zu halten war, speziell beim Bremsen“. Indes: Zanella gelang trotz schlechter Fahrwerksbalance eine tolle „Schadensbegrenzung“, die ihn wiederum in die Punkteränge brachte. Aufaddiert bringen ihn die Zähler auf den fünften Platz in der Meisterschaftszwischenwertung.

„Das WSR-Debut war unzweifelhaft eine ziemlich positive Sache“, zog Zanella mit breiten nach oben gezogenen Mundwinkeln den Saisonauftakt sein Fazit.

mg.

3. April 2013

Christopher Zanella in der Saison 2013 in der renommierten World Series by Renault 3.5 am Start. Im 530 PS-Dallara-Monoposto für das ISR-Team bei neun internationalen Veranstaltungen im „F1-Vorzimmer“ dabei.

Automobilsport: Christopher Zanella

„Silly Season over“ – Christopher Zanella startet in diesem Jahr in der World Series by Renault 3.5 in einem Dallara-Rennwagen. Der Neuhauser fährt für die tschechische ISR-Spitzenmannschaft in der renommierten europaweit ausgetragenen Rennserie, die neben der GP-Series fast gleichwertig als direktes Sprungbrett in die F1 gilt.

„Wir freuen uns riesig, dass wir Christopher für die neue WSR-Saison für unser Team verpflichten konnten“, äußerte sich Igor Salaguarda, Teamchef von ISR nach erfolgreichen Testfahrten im 550-PS-Rennwagen in Barcelona. „Wir glauben, dass Christopher alle Fähigkeiten besitzt in dieser sehr herausfordernden Rennkategorie zu bestehen. Seine bisherigen tollen Leistungen und zahlreichen Erfolge in starken Meisterschaften in der Formel Renault, der Formel 3 und der Formel 2 zeigten das schon lange auf. Bei Testfahrten in Barcelona bestätigte er uns seine große Fähigkeiten. Wir sehen mit großem Enthusiasmus der neuen Saison 2013 entgegen”.

“Das Engagement mit ISR stellt für mich eine wirklich ganz große Angelegenheit dar. Ich freue mich sehr über das Zustandekommen der Verpflichtung in einem Spitzenteam in einer sehr bedeutenden Rennserie“, kommentierte Zanella die Übereinkunft. „Das ist einer jener Momente auf den eigentlich alle Rennfahrer hinarbeiten. Eingebunden sein in eine siegerprobte Organisation wie diese, stellt die richtige Basis dar um gute Resultate zu erzielen. Ich bin entschlossen alles zu geben und die bestmöglichste Arbeit für das Team zu leisten. Das ISR-Team hat schon vielmals aufgezeigt, dass es exzellente Bedingungen für einen jungen Fahrer bietet. Ich beabsichtige diese Chance zu nutzen und einfach das Beste aus dieser tollen Möglichkeit zu machen. Ich möchte mich einfach bei Herrn Salaquarda und der gesamten ISR-Mannschaft bedanken, dass sie mir die Chance ermöglichen mich auf höchstem Level zu beweisen. Mein Dank gilt auch meinen Sponsoren und meiner Familie, die mich weiterhin unterstützen“.

Für Christopher Zanella war der kürzliche Barcelona-Test für das tschechische ISR-Team nicht die erste Ausfahrt in einem World-Series by Renault 3.5-Rennwagen gewesen. Nach seinem Titelgewinn in der Schweizer LO-Formel Renault-Meisterschaft im Jahr 2008 hatte er als Bonbon zu Saisonende bereits einen WSR-Monoposto testen dürften. Für das britische Comtec-Team legte er dabei in Paul Ricard (Frankreich) ziemlich konkurrenzfähige Zeiten hin. Comtec hätte Zanella damals auf der Stelle weg gerne verpflichtet, indes fiel damals schließlich die Entscheidung erst einmal in die Formel 3 aufzusteigen.

Gefahren wird in der World Series by Renault 3.5 mit Dallara-Einheitschassis. Der Rennwagen verfügt über ein Kohlefasermonoque und wird von einem 3,4-Liter V6-Motor für den eine Leistung von etwa 530 PS angegeben wird.

Die World Series by Renault 3.5 wird, wenn man ihre Vorläuferserien hinzuzählt, bereits seit 1998 ausgefahren. Spätere F1-Sieger wie Fernando Alonso, Robert Kubica haben hier die Meisterschaft gewonnen. Der neue F1-Sauber-Testfahrer Robin Frijns gewann im Vorjahr die Serie. Der aktuelle F1-Marussia-Pilot Jules Bianchi wurde Vizemeister. Der Mercedes GP-Tester Sam Bird, im Vorjahr für Zanellas neues Team ISR unterwegs, belegte in der Meisterschaft Rang drei.

„Die WSR-Dallara ist von den Kurvengeschwindigkeiten ob der ultra-breiten Reifen in manchen Biegungen – etwa in Barcelona - schneller unterwegs als aktuelle Grand Prix-Rennwagen“, zeigte sich Zanella durchaus erst einmal erstaunt. Für ihn stand deshalb vor dem Saisonauftakt vor allem die Ausbildung der Nackenmuskulatur im Aufgabenkatalog im Trainingsprogramm an. Zanella startet mit einem großen Testmanko gegenüber der Konkurrenz beim baldigen Aufgalopp, indes: „Monza war schon immer eine Lieblingstrecke, vielleicht gelingt mir ein solides Debut“, so Zanella mit gedämpften Optimusmus.

Neun Veranstaltungen werden in der Saison 2013 ausgefahren: Monza/I (6./7. April), Motorland Aragon/E (27./28. April), Monaco/MC (25./26. Mai),Spa-Francorchamps/B (1./2. Juni), Moscow Raceway/RUS (22./23. Juni), Red Bull Ring/A (20./21. Juli), Hungaroring/H (14./15. September), Paul Ricard (28./29. September) sowie Barcelona/E (19./20 Oktober). Bei allen Veranstaltungen werden jeweils zwei Läufe ausgefahren. Lediglich in Monaco kommt im Vorfeld des prestigeträchtigen Grand Prix nur ein Rennen zur Austragung.

Vor der später Entscheidung für die World Series by Renault 3.5 hatte Christopher Zanella das überraschende Angebot erhalten, bei den offiziellen Testfahrten der GP2-Series in Barcelona teilzunehmen. Seine ehemalige F3-Motopark-Mannschaft ist neu auch in der GP2-Series am Start und operiert unter der Bewerbung für Russia Time ein Team. Motopark-Teamchef Timo Rumpfkeil lud kurzfristig Zanella zu einem Test nach Barcelona ein. Bei den Fahrten in wechselhaft regnerischen Wetterbedingungen schlug sich der Blondschopf beim Debut mit dem 620-PS-Dallara-Boliden mit einem Mittelfeldplatz unter den etablierten Stammpiloten als durchaus achtbar.

Über den langen Winter hinweg hatte Zanella auch Überlegungen angestellt zu den Le Mans-Prototypen oder in den GT3-Sport zu wechseln. Vorderhand bleibt Zanella den Monoposti noch eine lange Weile weiterhin erhalten.

mg.

29.-30. September 2012

„König“ im königlichen Park - FIA-Formula 2-Championship

Finale Monza/I, Läufe 15/16

Zanella dominiert das F2-Finale in Monza

Mehr als ein versöhnlicher Saisonabschluss für Christopher Zanella im FIA-Formula 2-Championship. Beim Jahreskehraus im Autodromo Nazionale di Monza triumphierte der 22-jährige Neuhauser mit einer souveränen Fahrt im Sonntagrennen. Im Tags zuvor abgehaltenen Lauf verpasste er unter widrigsten Bedingungen nur knapp den ersten Platz. Mit den beiden Spitzenresultaten sicherte sich Zanella in der vom Weltmotorsportverband FIA sanktionierten F2-Meisterschaft somit den dritten Gesamtplatz und darf dafür demnächst einen Testtag in einem GP2-Auto fahren.

„Über den Sieg bin ich sehr, sehr glücklich“, freute sich Zanella über seinen zweiten F2-Erfolg in dieser Saison. Auf der schnellsten Grand Prix-Rennstrecke der Welt, die F1 hatte gerade drei Wochen zuvor im königlichen Park gastiert, beendete endlich Zanella seine lange Pechsträhne mit einen gerade heraus gefahrenen Thriumph nach dem Motto: Auf und davon“.

Als die Rotlichtlampe zum Start erlosch gelang es Zanella den Pole-Position-Mann Markus Pommer aus zu beschleunigen und die Führung zu übernehmen. Diese baute er sukzessive aus um schließlich nach 22 Runden einen souveränen Start-Ziel-Sieg mit schließlich vier Sekunden Vorsprung herauszufahren. Mit wilden Doughnuts zelebrierte Zanella seinen grossen Triumph. Nach einem ziemlich durchwachsenen Rennjahr, verbunden mit vielen kleinen Unwägbarkeiten, hatte der lange Blondschopf viel Charakter gezeigt und sich mit einer grandiosen Fahrt eindrücklich wieder auf dem obersten Platz des Siegerpodiums zurückgemeldet. Monza stellt offenbar ein gutes Pflaster für Zanella dar: Bereits im Jahre 2009 hatte er sich dort die prestigeträchtige Schweizer Formel Renault-Meisterschaft gesichert.

„Nach der schwierig verlaufenen Saison war es jetzt zum Finale äusserst wichtig gewesen nochmals einen Sieg herauszufahren und mich an der Spitze zurück zumelden. Das ist mir eindrücklich gelungen!“, taugte Zanella seine gelungene Zielerreichung. „Ich konnte einen guten Start hinlegen, die Führung übernehmen und bis ins Ziel ausbauen. Die dann hingelegten Doughnuts waren ein Zeichen meiner übergrossen Freude, denn nach dem vielen Pech war es einfach sehr wichtig endlich mal wieder vorne zu sein - auch in Hinblick meiner Pläne für die kommende Saison“.

Im ersten Monza-Heat schien Zanella gleichfalls bereits auf der Siegerstraße eingebogen zu sein. Während nördlich der Alpen schönstes Altweibersommer herrschte, hatte es vor den Toren Mailands bis kurz vor Rennbeginn stark geregnet. Das Rennen war deshalb von der Rennleitung als „Wet Race“ deklariert worden“. Die Streckenbedingungen gestalteten sich für die Fahrer als sehr kniffelig, denn dampfend trocknete die Strecke stetig ab, indes es bestand große Gefahr, auf noch feuchtem Terrain zu „entgleisen“. Zanella startete mit profilierten Pneus von Position 4 ins 21 Runden dauernde Rennen. Unter den offensichtlich schwierigsten Rennbedingungen der ganzen Saison machte in der ersten Rennhälfte in einem Führungsquartett mächtig Druck auf seine Vorderleute. Der Verlauf gestaltete sich der auf der feuchten Piste die Angelegenheit als ein richtiger Thriller, besonders als die Reifen langsam abzubauen begannen und auch Zanella den einen oder anderen „Big Moment“ zu überstehen hatte. Schließlich konnte er, mittlerweile durch mutige Ausbremsmanöver auf Platz zwei liegend, in den schnellen und engen Lesmo-Kurven den führenden Tuscher überholen. Allerdings war er beim Mutmanöver mit allen Rädern über den Streckenrand hinausgekommen. In Paul Ricard war Zanella in einer gleichen Situation eine „Drive Through“ aufgebrummt worden, so dass er sich dieses Mal freiwillig wieder hinter Tuscher zurückfallen lies. Schließlich musste er sich knapp geschlagen mit Platz zwei zufrieden. Nach Zielflagge wurde er von der Rennleitung informiert, dass das Zurückfallenlassen völlig unnötig gewesen sei, ergo er den Sieg verschenkt habe. Zanella rechtfertigte sein handeln: „Nochmals wie in Le Castellet eine Durchfahrtsstraße zu bekommen wollte ich unbedingt vermeiden. Lieber Zweiter als nicht mehr im Vorderfeld klassiert sein.” F2-Meisterschaftsausrichter Dr. Jonthan Palmer lobte indes: Zanella – Man of the Race!“

Nach 16 Rennen beendet Zanella seine zweite F2-Rennsaion somit an dritter Stelle. Punkte aus zwei Rennen werden – anders als etwa in der F1-Weltmeisterschaft - kommen auf Grund der Streichresultateregelung nicht in die Wertung, so dass Zanella, der alle Rennen in Wertungsrängen beendete, als Dritter und Vizemeister im Endklassement mit 196 Zählern aufgeführt wird. Luciano Bacheta gewinnt die F2-Meisterschaft (231,5 Punkte) vor Mathéo Tuscher (210 Punkte).

mg.

13. September 2012

FIA-Formula Championship

Hungaroring Läufe Läufe 13 und 14

Mit überlegener Bestzeit beim den Pre-Eventtest auf dem Hungaroring hatte der amtierende F2-Vizemeister Christopher Zanella ein starkes Statement für ein erfolgreiches Abschneiden auf dem ungarischen Grand Prix-Kurs abgegeben. Indes: In den beiden Rennen gelang es dem Neuhauser lediglich auf die Plätze fünf und sechs zu fahren.

Das Momentum der offiziellen Testfahrten war im weiteren Wochenendverlauf wie weggeblasen. In den freien Trainingsessionen fuhr der 22-Jährige auf die Plätze 8 und 4. In den beiden Qualifikationsläufen belegte er die achte und sechste Position. „Irgendwie konnte ich kein Vertrauen mehr in die Reifen aufbauen. Es war mir unmöglich die Reifen zum Funktionieren zu bringen, auch das intensive Tüfteln an der Set up-Feinabstimmung zusammen mit meinem Fahrzeugingenieur half da wenig. Am liebsten hätte ich meine Altreifen aus dem freien Test verwendet“, bekannte Zanella. In den beiden über eine Distanz von 22 Runden à 4,381 Kilometer laufenden Rennen fuhr in Zanella in der Konsequenz daraus auf die Plätze 5 und 6 - ohne Chancen auf einen Podiumsrang.

„Jetzt gilt es das Wochenende ganz schnell abzuhaken und nach vorne zu schauen um in Monza einen versöhnlichen Saisonausklang zu realisieren“, gab Zanella nach dem schwierigen Ungarn-Wochenende zu Protokoll.

Bei den Saisonfinalrennen der CH-Formel-Renault-Meisterschaft und dem Italienischen Formel 3-Championat hat Zanella in der Vergangenheit bewiesen, dass ihm die Hochgeschwindigkeitstrecke im königlichen Park von Monza durchaus liegt. Für Monza hat sich der Blondschopf am letzten September-Wochenende vorgenommen, sich von seinen aktuellen vierten Platz im Zwischenklassement auf die zweite Position in der Endwertung zu verbessern. Einfach wird`s nicht….

23. August 2012

Automobilsport: Christopher Zanella

Paul Ricard, Rennen 11 und 12

“Schadensbegrenzung” heißt für Christopher Zanella bei zwei noch ausstehenden Doppelrennen das Motto der Schlussphase in der der FIA-Formel-2-Meisterschaft. Als Vize-Meister des Vorjahres heuer eigentlich auf den Titel aus, war indes regelmäßig „Charakterbuilding“ angesagt – auch zuletzt im südfranzösischen Paul Ricard. Mit weiteren Topresultaten will der Neuhauser Blondschopf noch den zweiten Platz in der prestigeträchtigen Meisterschaft sichern und sich für eine Verpflichtung in einer höherwertigen Monopostokategorie im nächsten Jahr zu empfehlen.

Zanella muss nach einem frustrierenden Rennwochende in Paul Ricard eingestehen, dass die Chancen in diesem Jahr noch F2-Meister zu werden nun endgültig zu begraben sind. In der Meisterschaft ist er nach dem Paul Ricard-Malheur aktuell auf Platz drei im Zwischenklassement notiert.

Der 22-jährige galt zu Saisonbeginn in der PS-Szene als großer Titelaspirant. Ein etwas unglücklich einbremsender Saisonstart bedeutete für ihn, dass der aktuelle Meisterschaftsleader Lucianio Bacheta einen großen Punktevorsprung herausarbeiten konnte, der mittlerweile zementiert ist und realistisch gesehen nicht mehr einzuholen ist.

In Paul Ricard hatte Zanella im Freien Training eine Bestzeit erzielt und klassierte sich in den beiden Qualifikationssessionen nahe der Spitze. In Rennen 1 wurde er durch eine der Diskussion würdige Durchfahrtsstrafe zurück geworfen und platzierte sich daher nur auf Platz acht – dem schlechtesten Resultat in dieser Saison. In Heat 2 fuhr der Nürburgring-Sieger nach „tougher“ Auseinandersetzung in einem Pulk im Windschatten des Siegers auf den dritten Rang.

"Meine Titelhoffnungen sind trotz Platz drei wohl endgültig vorbei", analysiert Zanella nach Paul Ricard realistisch. Indes: „Ich werde weiterhin mein bestes geben und wir werden sehen, ob es zum Jahresende zu einem versöhnlichen Gesamtergebnis kommt. In dem Klassefeld wird das zwar nicht einfach sein, aber ich werde dafür kämpfen“.

Vor den Rennen auf dem Hungaroring/Ungarn (7.-9. September) und dem Saisonfinale in italienischen Monza (28.-30. September) ergibt sich das folgende Zwischenklassement:

1. Luciano Bacheta, 189.5 Punkte
2. Matheo Tuscher, 157 Punkte
3. Christopher Zanella, 143 Punkte
4. Markus Pommer, 140 Punkte
5. Mihai Marinescu, 135

27./28. August 2011

Mixed Emotions

FIA-F2-Championat, Läufe 11 und 12, Red Bull-Ring, Zeltweg/A

Von der Performance und Speed her eigentlich auf Podiumskurs bestimmt waren beim österreichischen F2-Doppellauf für Christopher Zanella überwiegten nach Zielankünften eher gemischte Gefühle. Auf dem neu eröffneten Red Bull-Ring erlangte der Neuhauser“ nach einer „Drive Through Strafe“ erstmal seit seinem F2-Debut in Rennen 1 keine Punkte. Lauf 2 mit Platz vier kann Zanella unter „Schadensbegrenzung“ abbuchen. Bei noch zwei auszutragenden Rennveranstaltungen wird es realistischer Weise schwierig Tabellenführer Mirko Bortolotti den Titelgewinn streitig zu machen.

Zanella wusste vor dem „Doubleheater“ in der Steiermark, dass er zwei Topresultate einfahren musste um in der Vergabe der Meisterschaft noch mitreden zu können. Auf der wieder eröffneten Ex-Grand Prix-Strecke hatte er deshalb in der Vorwoche eigens Testfahrten mit einem kleinen Radial-Sportwagen unternommen um sich das Streckenlayout zu verinnerlichen. Die 4,3 Kilometer lange Strecke ist fast einem Amphitheater gleich in eine grandiose Alpenlandschaft hineinmodelliert. Auf der von Spitzkehren und langen Mutbiegungen unterbrochenen Hochgeschwingkeitsstrecke kam Zanella im ersten freien Training mit seinem 520-PS starken Williams-Audi gut zurecht und fuhr hinter dem ersten Titelapiranten Bortolotti auf den zweiten Platz. In der zweiten freien Session fuhr Zanella auf Platz acht notiert. Zanella verfügt durch das Reglement bedingt über weniger neue Reifensätze (Fehlen beim Gemeinschaftstest) um sich für Qualifikation und Rennen einzuschießen. Trotzdem setzte er ein dickes Ausrufezeichen als er auf Rang drei fuhr.

Leider konnte der 21-jährige das gute Qualiresultat nicht in einen Podiumsplatz ummünzen. Zanella balgte im Führungspulk vorne mit, als er nach dem steilen Aufstieg der Start-Zielgerade in der Rechtskurve über die definierte Fahrbahnbegrenzung hinaus einen zu weiten Bogen fuhr und dadurch eine Durchfahrtsstrafe akzeptieren musste. Ein im „Rennpulverdampf“ beschädigter Unterboden bremste gleichfalls die Fahrt nachhaltig ein, so dass Zanella mit Rang sein erstes Nullresulat seiner F2-Karriere buchen musste. Der Sieg im ersten der beiden 26-Runden-Rennen sicherte sich der Spanier Roman Mineiro.

In Quali 2 fuhr er zur letztmöglichen Zeit auf die Strecke um den immer besser werden Grip zu nutzen zu können. Wenige Sekunden vor Ende der Session gelang ihm ziemlich cool die Punktlandung auf Platz 2.

Durch eine Penalty für Meisterschaftsleader Bartolotti wurde Zanella sogar noch auf die Pole Position vorgesetzt. Bei Mitarbeitern der ausrichtenden Palmer-Organisation zeigte man grossen Respekt vor der unter viel Druck realisierten Zeit: „Topfahrer sind aus solchem Holz geschnitzt. Nur Ausnahmefahrer können ihre Leistung perfekt im richtigen Moment abrufen“.

Indes wieder gab`s wiedeum keinen Podiumsplatz. In der ersten Rennrunde konnte der Roman Mineiro aus der langen Schönberggeraden aus dem Windschatten heraus ein Überholmanöver in die Haarnadel artike Bremskurve hinein lancieren. Seinen zweiten Platz verlor Zanella einige Umläufe später, als er in der Startkurve mit allen vier Rädern einen weiten Bogen durchs asphaltierte Streckenaus nehmen musste und seine Position an Bortolotti verlor. Eine ähliche Situation in der gleiche Biegung nutzte der Rumäne Mihai Marinescu wenige Umläufe später, um Zanella auf den undankbaren vierten Platz zu verweisen.

Beim nächsten Doppelrennen am letzten Septemberwochenende im Autodromo Nazionali di Monza besitzt Zwischenklassementsleader Bortolotti mit aktuell 223 Punkten hinsichtlich der Meisterschaft eine Art Matchball. Zanella, der die Titelentscheidung auf der Vollgasstrecke auf Finale in Barcelona verschieben möchte, hat sich bisher 163 Zähler sich notieren lassen, Pineiro deren 122.

21. August 2011

Christopher Zanella in der Eifel zwei Mal auf dem Podium: Platz zwei und drei

FIA-F2-Meisterschaft Nürburgring, Läufe 7 und 8

Die Gefühle Zanellas waren nach den Rennen indes zwiespältig: Freude und Nachdenklichkeit über an sich feine Topplatzierungen. Das Reifenreglement bremste den Neuhauser in den Qualifikationssessionen ein, so dass nach feinen Aufholjagden Siege ausser Reichweite lagen. Im Meisterschaftszwischenklassement ist Position zwei mit Tuchfühlung auf Tabellenführer gefestigt.

Sieben Podiumsplätze aus acht Rennen in der hochkarätigen FIA-F2-Meiserschaft stellen eine vorzügliche Ausbeute für Christopher Zanella dar. Der 21-jährigen fuhr gerade eine Woche nach dem Doppelrennen im belgischen Spa-Francorschamps wiederum zwei Mal aufs Podium. Zur Saisonhalbzeit kristallisiert sich nun sukzessive heraus: Die Meisterschaft wird wohl zwischen Mikro Bartolotti und Zanella entschieden. Der Italiener führt mit 159 Zählern vor dem Eilgenossen mit nun 137 Punkten. Der Spanier Niki Monras liegt mittlerweile mit 94 Punkten schon mit einem Respektabstand zurück Zanella zeigte sich von seinen gezeigten Performance auf dem deutschen Grand Prix-Kurs eigentlich ganz zufrieden. Indes: dem Meisterschaftsführenden hätte er bei dessen Doppeltriumph doch ganz gerne Paroli geboten, was aber schon durch Prämissen im Vorfeld nicht möglich gewesen war. In der ersten Juni-Woche hatte der Blondschopf wegen wichtiger Abschlussprüfungsverpflichtungen in seiner Ausbildung zum Polytechnikmechaniker nicht an den gemeinsamen Testfahrten im britischen Snetterton teilnehmen können. Vom fahrerischen Talent her stellte dies das „Schwänzen“ wohl kein wirkliches Handicap dar. Allerdings gibt es eine Sonderbestimmung. Teilnehmer konnten bei den Tests alte Reifen nutzen und sich da durch neue Pneus für die Rennen in Spa und am Nürburgring aufsparen: Für jede Doppelveranstaltung, jeweils einen Satz. Obwohl Zanella objektiv wegen seines Fehlens erst recht hätte vier Extra-Reifen hätte nutzen können sollen, wurde ihm das durch das Reglement untersagt. Das Handicap in seiner Auswirkung: Während die Konkurrenz durch den Snetterton-Vorteil bereits im Freien Training mit neuem Gummi an der Feinabstimmung für die Qualifkation feilten, eierte Zanella noch mit gebrauchten „Holzreifen“ um den 4,5 Kilometer-Kurs. Da die 500-PS-Williams-Monoposti bis auf die Farbgebung identisch sind und sein nur vage erstelltes Chassis-Set-up für frische Reifen nicht optimal funktionierte, musste sich Zanella beim Qualifying 1 mit Platz sieben zufrieden geben. Für die zweite Quali hatte er seine Erfahrungen gemacht und den Wagen vom Set-up her – wie bereits in Spa – optimal eingestellt. Indes wie in den Ardennen verlief auch in der Eifel die Hatz um die Pole Position unglücklich. Nur in der zweiten Qualifikation ist die dreimalige Benutzung des Boosters erlaubt, bei welchem das Audi-Turbo-Triebwerk für Augenblicke 75 Mehr-PS mehr generiert. Die Zuatzleistung wird dabei logischer Weise in einer einzigen Runde abgerufen. Zanella fuhr bei seiner Chaosrunde in den Sektionen 1 und 2 jeweilige Bestzeit, als ihm im dritten Messabschnitt ein Mittelfeldfahrer die Bahn blockierte und ihm die in Griffweite befindliche Pole vemasselte.

Bei den Rennen zeigte sich Zanella jeweils sehr gut aufgelegt. In Heat eins schnappte er sich gleich in der Startrunde fünf Autos. Vier Wagen überholte er schon nach der Haarnadel in der Mercedes-Arena, als die Konkurrenz auf der Ideallinie sich etwas staute und Zanella nonchalant aussen herum überholte.

Im zweiten Rennen gelang es ihm gleichfalls gleich beim Start einige Konkurrenten „aufzuschnupfen“. Zanella blieb dann viele Runden an Position vier an Johannes Theobald hängen, dessen Wagen breit wie ein alter Möbellaster wurde. Schließlich gelang es Zanella am deutschen Piloten vorbeizuschlüpfen, wo schon die nächste harte Nuss mit dessen Landsmann Tobias Hegewald wartete. Zwei Runden vor Rennschluss konnte am Ende der Zielgeraden Zanella an Hegewald auf Platz drei vorbeiziehen, wobei es noch dem eigentlich abgeschlossenen Manöver zu einem kleinen Berührung kam. Zanella hatte einen kleinen Fehler von Hegewald ausgenutzt, der in die Gerade nicht optimal hinein beschleunigt hatte. Wie in Lauf 1 in der Jagd auf Sieger Bartolotti ging Zanella bei der Aufholjagd auf den schließlich zweiplatzierten Will Bratt einfach die Zeit aus.

Am letzten Juli-Wochenende stehen auf der englischen Hügelbahn von Brands Hatch die beiden nächsten Meisterschaftsläufe an.

Career

2003 startete Christopher im Alter von 13 Jahren seine Motorsportkarriere im Kartsport. 2008 gewann er den Meistertitel dieser Serie, bereits im folgenden Jahr wechselte Christopher zum Rennstall Motorpark Academy (D) in die Formel-3 Euroserie. Der zweite Platz auf dem Hockenheimring war das beste Ergebnis der Saison 2009, die er auf dem 13. Rang der Gesamtwertung beendete. 2010 wechselte er zu JD Motorsporten, die italienische Formel-3 Meisterschaft. In der Gesamtwertung belegte Christopher Platz 6, bestes Ergebnis war der 2. Platz. 2011 folgte der Start in der FIA Formel 2 Meisterschaft hier wurde Christopher Vizemeister. In diesem Jahr fährt er wieder in der FIA Formel 2 und hat nach seiner erfolgreichen letzten Saison große Erwartungen zum Saisonende erneut auf dem Podium zu stehen.

2003-2007 Karting
2008 Schweizer Formel Renault (1. Platz)
2009 Formel 3 Euroserie (13. Platz) Platz 3. in der Rookie Wertung!
2010 Italienische Formel 3 (6. Platz auf Mygale)
2011 Formel 2 (Runner-Up)
2012 Formel 2 (3. Platz)
2012 World Series by Renault 3.5

Calendar

Monza: 6.-7. April 2013

Motorland Aragon: 27.-28. April 2013

Monaco: 25.-26. Mai 2013

Spa: 1.-2. Juni 2013

Moscow Raceway: 22.-23. Juni 2013

Red Bull Ring: 22.-23. Juli 2013

Hungaroring: 14.-15. Sept. 2013

Paul Ricard: 28.-29. Sept. 2013

Circuit de Catalunya: 19.-20. Okt. 2013

Racing Results

Media

Photos

2013 World Series by Renault 3.5 - Moskau

2013 World Series by Renault 3.5

2012 Formel 2

2011 Formel 2

2010 Italienische Formel 3

2009 Formel 3 Euroserie

2008 Formel Renault

2004-2007 Karting

Videos

2012 F2 - Paul Ricard onboard 2012 F2 - Paul Ricard onboard 2012 F2 - Paul Ricard onboard Christopher Zanella Silverstone 2011 Drive In Christopher Zanella Silverstone 2011 Award Ceremony 2011 F2 - Highlights - Rd 4 Magny-Cours Zanella F2 pole lap - Magny-Cours 2011 F2 highlights - Rd 3 Magny-Cours MIKI MONRAS F2 MAGNY COURS RACE 2

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