Automobilsport: Christopher Zanella
FIA-F2-Championat
Läufe 11 und 12, Red Bull-Ring, Zeltweg/A
27./28. August 2011
Mixed Emotions
Von der Performance und Speed her eigentlich auf Podiumskurs bestimmt waren beim österreichischen F2-Doppellauf für Christopher Zanella überwiegten nach Zielankünften eher gemischte Gefühle. Auf dem neu eröffneten Red Bull-Ring erlangte der Neuhauser“ nach einer „Drive Through Strafe“ erstmal seit seinem F2-Debut in Rennen 1 keine Punkte. Lauf 2 mit Platz vier kann Zanella unter „Schadensbegrenzung“ abbuchen. Bei noch zwei auszutragenden Rennveranstaltungen wird es realistischer Weise schwierig Tabellenführer Mirko Bortolotti den Titelgewinn streitig zu machen.
Zanella wusste vor dem „Doubleheater“ in der Steiermark, dass er zwei Topresultate einfahren musste um in der Vergabe der Meisterschaft noch mitreden zu können. Auf der wieder eröffneten Ex-Grand Prix-Strecke hatte er deshalb in der Vorwoche eigens Testfahrten mit einem kleinen Radial-Sportwagen unternommen um sich das Streckenlayout zu verinnerlichen. Die 4,3 Kilometer lange Strecke ist fast einem
Amphitheater gleich in eine grandiose Alpenlandschaft hineinmodelliert. Auf der von Spitzkehren und langen Mutbiegungen unterbrochenen Hochgeschwingkeitsstrecke kam Zanella im ersten freien Training mit seinem 520-PS starken Williams-Audi gut zurecht
und fuhr hinter dem ersten Titelapiranten Bortolotti auf den zweiten Platz. In der zweiten freien Session fuhr Zanella auf Platz acht notiert. Zanella verfügt durch das Reglement bedingt über weniger neue Reifensätze (Fehlen beim Gemeinschaftstest) um sich für Qualifikation und Rennen einzuschießen. Trotzdem setzte er ein dickes Ausrufezeichen als er auf Rang drei fuhr.
Leider konnte der 21-jährige das gute Qualiresultat nicht in einen Podiumsplatz ummünzen. Zanella balgte im Führungspulk vorne mit, als er nach dem steilen Aufstieg der Start-Zielgerade in der Rechtskurve über die definierte Fahrbahnbegrenzung hinaus einen zu weiten Bogen fuhr und dadurch eine Durchfahrtsstrafe akzeptieren musste. Ein im „Rennpulverdampf“ beschädigter Unterboden bremste gleichfalls die Fahrt nachhaltig ein, so dass Zanella mit Rang sein erstes Nullresulat seiner F2-Karriere buchen musste. Der Sieg im ersten der beiden 26-Runden-Rennen sicherte sich der Spanier Roman Mineiro.
In Quali 2 fuhr er zur letztmöglichen Zeit auf die Strecke um den immer besser werden Grip zu nutzen zu können. Wenige Sekunden vor Ende der Session gelang ihm ziemlich cool die Punktlandung auf Platz 2.
Durch eine Penalty für Meisterschaftsleader Bartolotti wurde Zanella sogar noch auf die Pole Position vorgesetzt. Bei Mitarbeitern der ausrichtenden Palmer-Organisation zeigte man grossen Respekt vor der unter viel Druck realisierten Zeit: „Topfahrer sind aus solchem Holz geschnitzt. Nur Ausnahmefahrer können ihre Leistung perfekt im richtigen Moment abrufen“.
Indes wieder gab`s wiedeum keinen Podiumsplatz. In der ersten Rennrunde konnte der Roman Mineiro aus der langen Schönberggeraden aus dem Windschatten heraus ein Überholmanöver in die Haarnadel artike Bremskurve hinein lancieren. Seinen zweiten Platz verlor Zanella einige Umläufe später, als er in der Startkurve mit allen vier Rädern einen weiten Bogen durchs asphaltierte Streckenaus nehmen musste und seine Position an Bortolotti verlor. Eine ähliche Situation in der gleiche Biegung nutzte der Rumäne Mihai Marinescu wenige Umläufe später, um Zanella auf den undankbaren vierten Platz zu verweisen.
Beim nächsten Doppelrennen am letzten Septemberwochenende im Autodromo Nazionali di Monza besitzt Zwischenklassementsleader Bortolotti mit aktuell 223 Punkten hinsichtlich der Meisterschaft eine Art Matchball. Zanella, der die Titelentscheidung auf der Vollgasstrecke auf Finale in Barcelona verschieben möchte, hat sich bisher 163 Zähler sich notieren lassen, Pineiro deren 122.
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Automobilsport: Christopher Zanella
FIA-F2-Meisterschaft Nürburgring, Läufe 7 und 8
Christopher Zanella in der Eifel zwei Mal auf dem Podium: Platz zwei und drei
Die Gefühle Zanellas waren nach den Rennen indes zwiespältig: Freude und Nachdenklichkeit über an sich feine Topplatzierungen. Das Reifenreglement bremste den Neuhauser in den Qualifikationssessionen ein, so dass nach feinen Aufholjagden Siege ausser Reichweite lagen. Im Meisterschaftszwischenklassement ist Position zwei mit Tuchfühlung auf Tabellenführer gefestigt.
Sieben Podiumsplätze aus acht Rennen in der hochkarätigen FIA-F2-Meiserschaft stellen eine vorzügliche Ausbeute für Christopher Zanella dar. Der 21-jährigen fuhr gerade eine Woche nach dem Doppelrennen im belgischen Spa-Francorschamps wiederum zwei Mal aufs Podium. Zur Saisonhalbzeit kristallisiert sich nun sukzessive heraus: Die Meisterschaft wird wohl zwischen Mikro Bartolotti und Zanella entschieden. Der Italiener führt mit 159 Zählern vor dem Eilgenossen mit nun 137 Punkten. Der Spanier Niki Monras liegt mittlerweile mit 94 Punkten schon mit einem Respektabstand zurück
Zanella zeigte sich von seinen gezeigten Performance auf dem deutschen Grand Prix-Kurs eigentlich ganz zufrieden. Indes: dem Meisterschaftsführenden hätte er bei dessen Doppeltriumph doch ganz gerne Paroli geboten, was aber schon durch Prämissen im Vorfeld nicht möglich gewesen war. In der ersten Juni-Woche hatte der Blondschopf wegen wichtiger Abschlussprüfungsverpflichtungen in seiner Ausbildung zum Polytechnikmechaniker nicht an den gemeinsamen Testfahrten im britischen Snetterton teilnehmen können. Vom fahrerischen Talent her stellte dies das „Schwänzen“ wohl kein wirkliches Handicap dar. Allerdings gibt es eine Sonderbestimmung. Teilnehmer konnten bei den Tests alte Reifen nutzen und sich da durch neue Pneus für die Rennen in Spa und am Nürburgring aufsparen: Für jede Doppelveranstaltung, jeweils einen Satz. Obwohl Zanella objektiv wegen seines Fehlens erst recht hätte vier Extra-Reifen hätte nutzen können sollen, wurde ihm das durch das Reglement untersagt. Das Handicap in seiner Auswirkung: Während die Konkurrenz durch den Snetterton-Vorteil bereits im Freien Training mit neuem Gummi an der Feinabstimmung für die Qualifkation feilten, eierte Zanella noch mit gebrauchten „Holzreifen“ um den 4,5 Kilometer-Kurs. Da die 500-PS-Williams-Monoposti bis auf die Farbgebung identisch sind und sein nur vage erstelltes Chassis-Set-up für frische Reifen nicht optimal funktionierte, musste sich Zanella beim Qualifying 1 mit Platz sieben zufrieden geben. Für die zweite Quali hatte er seine Erfahrungen gemacht und den Wagen vom Set-up her – wie bereits in Spa – optimal eingestellt. Indes wie in den Ardennen verlief auch in der Eifel die Hatz um die Pole Position unglücklich. Nur in der zweiten Qualifikation ist die dreimalige Benutzung des Boosters erlaubt, bei welchem das Audi-Turbo-Triebwerk für Augenblicke 75 Mehr-PS mehr generiert. Die Zuatzleistung wird dabei logischer Weise in einer einzigen Runde abgerufen. Zanella fuhr bei seiner Chaosrunde in den Sektionen 1 und 2 jeweilige Bestzeit, als ihm im dritten Messabschnitt ein Mittelfeldfahrer die Bahn blockierte und ihm die in Griffweite befindliche Pole vemasselte.
Bei den Rennen zeigte sich Zanella jeweils sehr gut aufgelegt. In Heat eins schnappte er sich gleich in der Startrunde fünf Autos. Vier Wagen überholte er schon nach der Haarnadel in der Mercedes-Arena, als die Konkurrenz auf der Ideallinie sich etwas staute und Zanella nonchalant aussen herum überholte.
Im zweiten Rennen gelang es ihm gleichfalls gleich beim Start einige Konkurrenten „aufzuschnupfen“. Zanella blieb dann viele Runden an Position vier an Johannes Theobald hängen, dessen Wagen breit wie ein alter Möbellaster wurde. Schließlich gelang es Zanella am deutschen Piloten vorbeizuschlüpfen, wo schon die nächste harte Nuss mit dessen Landsmann Tobias Hegewald wartete. Zwei Runden vor Rennschluss konnte am Ende der Zielgeraden Zanella an Hegewald auf Platz drei vorbeiziehen, wobei es noch dem eigentlich abgeschlossenen Manöver zu einem kleinen Berührung kam. Zanella hatte einen kleinen Fehler von Hegewald ausgenutzt, der in die Gerade nicht optimal hinein beschleunigt hatte. Wie in Lauf 1 in der Jagd auf Sieger Bartolotti ging Zanella bei der Aufholjagd auf den schließlich zweiplatzierten Will Bratt einfach die Zeit aus. Am letzten Juli-Wochenende stehen auf der englischen Hügelbahn von Brands Hatch die beiden nächsten Meisterschaftsläufe an.
Automobilsport: Christopher Zanella
FIA-Formula-2-Championship: Läufe 5 und 6 Spa-Francorchamps, Belgien 25./26. Juni 2011
Podiumsplätze auf der Ardennenachterbahn:Christopher Zanella zementiert Chancen in der F2-Titelvergabe in Spa-Francorchamps mit Platz drei und zwei
Während daheim in Schaffhausen beim grossen Stadtfest ein Riesenfeuerwerk gezündet wurde, machte Christopher Zanella im fernen Belgien einfach das Selbe: Der Neuhauser fuhr in beiden Rennen der FIA-Formel 2-Meisterschaft in Spa-Francorchamps auf die Plätze drei und zwei. Der 21-jährige Blondschopf zementiert mit nun fünf Podiumsplätzen aus sechs Rennen seine Titelambitionen nachhaltig.
Auf der Ardennenachterbahn zeigte Zanella wiederum eine vorzügliche Kostprobe seines grossen Fahrtalents. Der 21-jährige hatte auf Grund von Prüfungen in seiner Ausbildung zum Polytechnikmechaniker im Vorfeld des Rennens auf Testfahrten im britischen Snetterton verzichten müssen, wo das gesamte weitere F2-Feld sich für die Läufe 5 und 6 auf der (mit) schwierigsten Grand Prix-Rennstrecke vorbereiten konnte.
Zanella, der mit wenigen Testfahrten den Sprung vom „kleinen“ Formel 3 in den mit 500 PS doppelt so starken Williams-Toyota gewagt hatte, war als Tabellenführer nach Spa gereist. Indes fand er sich in den beiden freien Trainingsessionen lediglich auf den Plätzen acht und sechs wieder. Zunächst war die Grundabstimmung auszubaldowern gewesen. Zanella kannte Spa zwar schon von Rennen der Formel Renault in 2008 her, indes mit dem diesjährigen Kraftpaket die Mutpassage Eau Rouge „hinunter zu stürzen“ musste der Wagen erst optimal vom Set-up her eingestellt werden und auch der Hotshoe sich selbst noch ein Stück weit adaptieren.
Die Qualifikationssitzungen verliefen dann auch nur „suboptimal“. Im regendurchtränkten Quali 1, in welcher der Italiener Mirko Bortolotti große Klasse offenbarte, fuhr Zanella auf den vierten Platz. In Quali 2, in der der Booster als Zusatzkraftspender für weitere 50 PS genutzt werden kann, schien Zanella nach Bestzeiten in den ersten beiden Messsektoren auf Pole-Position-Kurs zu sein. Dann zwangen allerdings im Streckenabschnitt Blanchimont gelbe Flaggen zum Verlangsamen, so dass daher nur die fünfte Position herausgefahren konnte.
Auch Rennen 1 wurde in starkem Regen ausgetragen. Zanellas Vorwärtsdrang wurde nach gutem Start durch einen Dreher von Ramon Pineiro zunächst eingebremst. Nach mächtigem „Wheel-to-Wheel-Infight” balgte sich Zanella mit Bortolotti um den zweiten Platz. Atemraubende Mutmanöver am Ende der langen Les Combes-Geraden brachten Zanella nicht am Italiener vorbei. Kurz vor Rennende schien es dann zu klappen, als er in der Haarnadel von La Source sich mit viel Herz vorbeibremsen konnte. Beim Beschleunigungsduell hinunter in die Senke von Eau Rouge fand indes Bortolotti schneller Traktion und konterte Zanellas-Manöver. Mit 3,3 Sekunden Rückstand auf den Briten Will Bred und im Windschatten Bortolottis sicherte sich Zanella wichtige Meisterschaftszähler.
Im zweiten Rennen entschied sich Zanella die Startkurve sehr weit aussen anzufahren: „Das war dann keine gute Entscheidung, denn ich fiel dabei von meinem fünften Startplatz um zwei Plätze zurück“. Im Erstrundenchaos räuberte Zanella zudem über einen Kerb, wobei er leicht das Auto beschädigte. Trotzdem gelang es ihm Verlauf des unter trocken Bedingungen abgehaltenen 17-Runden-Rennens sukzessive die Kollegen nach und nach aufzuschnupfen. Durch den Dreher des Deutschen Tobias Hegewald schlüpfte er auf Platz zwei vor um Jagd auf den führenden Bortolotti zu machen. Indes war der nach den Aufholkämpfen zu weit enteilt um ihn noch zu kriegen: Platz 2 mit 4,5 Sekunden Rückstand. „Summa Summarum betrachtet bin ich mit dem Rennwochenende ganz zufrieden,“ kommentierte den Spa-Einsatz.
Das Zwischenklassement führt den „Eilgenossen“ aktuell mit 105 Zählern hinter Bortolotti (109) an zweiter Stelle. Auf Platz drei rangiert der Spanier Niki Moras mit 78 Zählern. In einer Art „englischen“ Woche werden nun nur rund 100 Kilometer von Spa entfernt am Nürburgring die Läufe 7 und 8 der FIA-F2-Meisterschaft abgehalten. Automobilsport: Christopher ZanellaFIA-Formula 2-ChampionshipMagny-Cours/F Saisonrennen 3 und 4 14./15. Mai 2011
Triumphfahrten im Burgund: F2-Rockie Zanella fährt auf der ehemaligen französischen Grand Prix-Strecke einfach allen auf und davon. Im Williams-Audi im Regenchaos schon in Lauf 1 souverän zum Sieg. In Heat 2 nach cooler und überlegener Fahrt gleichfalls ganz oben auf dem Podium!!!
Bei seinem F2-Debut im britischen Silverstone hatte Christopher Zanella mit einem Podiumsplatz schon angedeutet, dass er in dieser Saison da durchaus noch einiges draufsetzen könnte, indes - dass der Blondschopf aus Neuhausen am Rheinfall in Magny-Cours nonchalant mit zwei exzellenten Siegesfahrten im Klassefeld die Konkurrenz so dominieren würde, dass hatten auch die größten Supporter zuvor nicht wirklich zu träumen gewagt. Das malerische Burgund an sich scheint offenbar ein sehr gutes Pflaster für den 21-jährigen Neuhauser zu sein. In seinem ersten vollen Rennsportjahr im Jahr 2008 war er in der Schweizerischen Formel-Renault Meisterschaft auf dem Circuit von Dijon-Prenois gleich zwei Mal zum Triumph gefahren, jetzt in Magny-Cours, unweit von Nevers gelegen, avancierte er zum Wiederholungstäter. Die beiden großen Siege in der offiziellen FIA-F2 Meisterschaft sind für Zanella von ganz besonderer Bedeutung. Nach zwei schwierigen Jahren in der Formel 3, in welcher Zanella zunächst in der Euroseries und dann in der Italienischen Meisterschaft mit Newcomerteams gegen etablierte Spitzenmannschaften nicht sein wahres Talent und Können zeigen konnte, ist diese schwierige Zeit nun abgehakt. In der mit identischem Material ausgerichteten F2-Meisterschaft hat Zanella den Spieß mit Magny Cours nun endgültig umgedreht. Große Genugtuung für Zanella und seine Wegbegleiter: Trotz Enttäuschungen und herber Rückschläge - nicht nur an den Rennstrecken - und ganz anderen Widrigkeiten hat er jetzt wieder ein gutes Paket schnüren können, mit welchem er in der noch immer jungen Karriere nun wieder auf die Siegerstrasse abgebogen ist. Bereits in den beiden Qualifying-Sessionen hatte Zanella bereits angedeutet, dass das Wochenende ihm ganz allein ihm gehören könnte. Ein zweiter Platz und die Pole Position für die Startaufstellung bedeuteten die gute Ausgangsbasis, die in zwei überlegene Fahrten in der Weise eines Champions mündeten. Ex-Formel 1-Pilot Dr. Jonathan Palmer war, richtet die F2-Serie in ihrer neuen Form aus. Selbst einmal F2-Europameister bezeichnete Palmer vor allem die gezeigte Leistung Zanellas beim Regenrennen als wohl die beste Fahrt eines F2-Piloten der neuen Ära, die er bis jetzt jemals beobachte hatte. Mit den beiden Siegen nach dem Motto „auf und davon“ herausgefahren, distanzierte er weit mehr erfahrenre Piloten. Das unterstreicht wie „how bloody quick“ Neueinsteiger Zanella einfach ist und in welch großartiger Weise er mit dem 500-PS-Monoposto nach vergleichsweise wenigen Tests im Vorfeld einfach toll zu recht kommt. Zanella gewann das erste Magny Cours-Rennen in beeindruckender Manier. Der Start verlief für ihn noch „suboptimal“, als er den Platz aus der ersten Startreihe verlor und sich zunächst als Vierter im Feld der 26 Starter einfädelte. Alex Brundle – Sohn von Ex-Grand Prix-Fahrer und Le Mans-Legende Martin Brundle hatte zunächst die Führung inne. Zanella lieferte sich zunächst noch einige Runden ein prächtiges Duell mit Roman Pineiro. Gegen Halbzeit des Rennens setzte starker Regen ein, was im Feld zu einigen Drehern führte. Zanella schnupfte beim im ersten Nass Pineiro auf. Die spannende Auseinandersetzung an der Spitze entwickelte sich nun zu einem Dreikampf. Den missglückten Überholversuch von Monras an Brundle vorbei nutzte Zanella abgeklärt selbst zu einer Attacke, die ihm am Spanier vorbeibrachte. Wenige Augenblicke später war auch dann auch Brundle fällig, der wie der schließlich zweitplatzierte Tobias Hegewald nach Zieldurchfahrt Zanella nur noch gratulieren konnte. Zanella gestand ein: „Es war ein besonders hartes und spezielles Rennen. Die Überholmanöver haben mir schwer getaugt. Indes ist es auch schwierig mit einem souveränen Vorsprung einen Sieg herauszufahren – man beginnt nachzudenken und dann wird´s gefährlich.“ Zanella, sonst ein ruhiger Kerl, offenbarte bei der Siegerehrung, dass da auch irgendetwas wie ein Vulkan in ihm schlummerte. Große Freunde sprudelte heraus, kaum bewegender ist ein Triumph nach langer Durststrecke. In Heat 2 lies Zanella beim Start nichts anbrennen und doppelte einfach den Erfolg des Vortags nach. Brundle machte zwar längere Zeit etwas Druck auf den „Eilgenossen“, der dann aber nach und nach eine solide Führung herausfuhr und das Schachbretttuch als souveräner Sieger gezeigt bekam. Zweiter wurde wiederum Brundle. Zanella nach dem Rennen: „Nach meinem guten Start war Brundle während der Anfangsphase ein schwerer Gegner. Zum Glück konnte ich mich in den Zweikämpfen schließlich behaupten. Drei, vier Runden lang musste ich wirklich ziemlich hart puschen, danach versuchte ich einfach eine konstante Fahrt hinzulegen.“ Anerkennung bekam auch die Rennstrecke: „Das Terrain in Magny Cours ist zwar in einer ebenen Fläche abgesteckt, indes im Infield gibt es einige Kurvenpassagen für die es schon einige Portion Mut braucht.“ Mit den Siegfahrten in beiden Läufen übernahm Zanella auch die Führung in der Meisterschaftszwischenwertung. Die für den Gesamtsieger am Saisonende ausgelobte Testfahrt in einem aktuellen Williams-F1-Rennwagen ist mittlerweile zu einer ernsthaften Option geworden. Allerdings daran wird aktuell nicht wirklich gedacht. Nach dem Pulverdampf auf der Rennstrecke hatte Zanella gleich am Montag eine ganz andere Prüfung zu bestehen: Wieder geerdet stand der angehende Polymechaniker dafür in einer wichtigen Schulzwischenprüfung…… Der nächste Doppellauf der F2 findet am letzten Juni-Wochenende auf der Ardennen-Achterbahn von Spa-Francorchamps/Belgien statt. Zuvor gibt es im englischen Snetterton am 7. Juni einen offiziellen F2-Testtag. |


